Technik und Funktionsweise
Wanduhren sind hochkomplexe und präzise Meisterwerke. Doch wie funktioniert eigentlich eine Wanduhr? Das wichtigste Merkmal der Wanduhr (wie auch bei anderen Uhren) ist der Zeitgeber, der zeitsynchron laufen muss, um präzise Zeitangaben zu ermöglichen.
Bei mechanischen Uhren werden diese Zeitgeber Uhrenwerke genannt. Ebenso wichtig ist bei einer Wanduhr die Feder, welche den Motor der Uhr darstellt. Sie wird gespannt und gibt kontinuierlich ihre Energie an das Räderwerk ab. Dieses sichert durch ein Getriebesystem die Übertragung an die entsprechenden Räder, welche für die Sekunden-, Minuten- und Stundenanzeige zuständig sind. Das Verbindungsglied zwischen Räderwerk und Unruh (mechanischer Gangregler) wird als Hemmung bezeichnet. Diese sorgt auch dafür, dass die Unruh weiter im Schwingen bleibt.
Präzision und Genauigkeit der Wanduhr
Doch bei einer Wanduhr steht nicht nur die ausgefeilte Optik im Vordergrund. Nicht selten verbergen sich in klassischen Vertretern dieser Uhrengattung technische Meisterwerke. Von den Zahnrädern über den Zeitgeber bis hin zu den Zeigern der Analoguhren werden bei Wanduhren technische Präzisionsarbeiten notwendig. Dies erklärt auch den teils immensen Anschaffungspreis von klassischen Wanduhren – denn hier ist nicht nur die prunkvolle Optik ausschlaggebend, sondern ebenso das technische Innenleben. Natürlich bieten diese klassischen Räderuhren nicht den Funktionsumfang einer modernen Wanduhr, dennoch entdeckt man hier umso mehr die Liebe zum Detail damaliger Uhrenmacher und –hersteller. Bereits kleinste Abweichungen in den verwendeten Komponenten führen zu erheblichen Unterschieden und Ungenauigkeiten in der Zeitmessung. Während diese bei klassischen Wanduhren manuell durch Nachstellen ausbessert werden müssen, verfügen moderne Wanduhren teils sogar über eine Verbindung zu Funksatelliten. Dadurch ist ein Falschgehen der Uhr quasi ausgeschlossen.
Aus diesem Grund und wegen der hohen Zuverlässigkeit qualitativer Wanduhren werden diese auch häufig verwendet, um in zentralen Ministerien verschiedene Zeiten (teils auch über verschiedene Zeitzonen hinweg) anzuzeigen. Auch hier lässt sich erkennen, dass bei Wanduhren teils dramatische Preisunterschiede herrschen können – je nach Qualität, Aufmachung und Exklusivität.
